Lernmuffel

Wer lernt schon gerne Tag ein Tag aus immer das, was andere einem vorschreiben? Ich zumindest habe großes Verständnis dafür, dass unsere Kinder manchmal keinen Bock auf‘s Lernen haben. Es geht mir ja selbst auch so, dass ich manchmal am liebsten sagen würde: „Ich mag jetzt nicht putzen!“ oder „Heute will ich nicht arbeiten!“. Dann würde ich mich gerne mit einer Wärmflasche und einer Decke auf die Couch flätzen, ein Buch lesen oder einfach mal nichts tun. Kennt das irgendjemand nicht? Bei manchen Kindern kommt das allerdings schon des öfteren vor. Da brauchen wir Eltern gute Zaubertricks, um dem vorzubeugen oder die Kids in der Lernsituation zu motivieren.

Trick 01:
Der Umzug

Kein Bock auf Lernen, Hausaufgaben, Homeschooling? Probiert es mal mit einem Ortswechsel. Das Kind oder Euer Teenie sucht in dem Fall aus, wo es arbeiten bzw. Lernen möchte. Bittet Euer Kind um realistische, erreichbare und sinnvolle Ideen. (Lernen auf dem Dach ist – je nach Dach – meist nicht sinnvoll. Lernen in der leeren Badewanne mit Kissen und Decke wäre zumindest denkbar…) Die Kinder kommen meist auf Ideen wie „auf der Couch“, „auf dem Boden“, „im Bett“…Besprecht in einem ruhigen, friedlichen Moment, welche Lernecken in der Wohnung oder – falls vorhanden – auf dem Balkon, im Garten … hilfreich sind. Machmal lernt es sich in einer selbstgebauten Höhle, auf dem Boden statt am Tisch oder auf der Couch einfach leichter. Zudem bringt „der Umzug“ auch Bewegung in den Körper und damit wieder neue Energie. 

Trick 02:
Dingsda-Lernen

Lernblockaden oder Vertsändnis-Hänger können leichter aufgelöst werden, wenn wir die Aufgaben mit Hilfe von Dingen und Objekten nachbauen. So kann das Kind optisch und haptisch begreifen, worum es geht. Zum Beispiel könntet Ihr eine Matheaufgabe mit großen Legosteinen nachbauen. So ist es viel einfacher, zu sehen, was mit der Matheaufgabe eigentlich gemeint ist. Beim Vokabel-Pauken kann eine Dingsda-Straße ein guter Helfer sein: Baut mit Küchenutensilien, mit Schminksachen oder mit Klamotten eine Lernstraße auf. Legt die Dinge mit etwas Abstand auf den Küchentisch oder auf den Boden. Am besten in einer langen Reihe oder Schlange. Jedes Ding bekommt dann einen Namen in Form einer anderen Vokalbel. Euer Kind kann jetzt im Stehen oder Gehen leichter Eselsbrücken oder Assoziationen herstellen. Die Perspektive verändert sich und damit wandelt sich auch der Blick auf die Lernherausforderung. Zudem beschwingt die bewegtere Lernsituation Geist und Körper, bringt Kreativität ins Spiel und schafft Spannung.